Ultimatum der Pfleger am Uni-Klinikum Jena

Veröffentlicht am 29.05.2018 in Gesundheit

Es geht um Überlastung und am Ende auch um Patientengefährdung

Von Dr. Thomas Hartung

Krankenpfleger des Uni-Klinikums Jena haben heute ihre Kollegen und Patienten über ihr Ultimatum an die Arbeitgeberseite informiert. Sie verlangen, dass auf der Station IMC1 acht zusätzliche Pflegefachkräfte eingestellt werden. Und das aus guten Gründen: Die anhaltende Unterversorgung dieser einer Intensiv-Station ähnlichen Abteilung verhindert eine sachgemäße Pflege, sorgt für eine unerträgliche Arbeitsüberlastung der Kollegen und führt am Ende zur Patientengefährdung. Derzeit muss sich ein Pfleger gleichzeitig um die Patienten in bis zu drei Zimmern kümmern. Der Schlüssel Patienten pro Pfleger liegt bei sieben zu eins, statt, wie nötig, vier Patienten pro Pflegekraft. Auf die Forderungen der Mitarbeiter hat der Arbeitgeber bisher einfach nicht reagiert.

Ich habe die Kollegen heute bei ihrem Infostand besucht, mit ihnen und den Gewerkschaftsvertretern von Verdi die aktuelle Lage besprochen und natürlich auch ihre berechtigten Forderungen unterschrieben. Wir können da vielleicht helfen. Die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag wird sich darum bemühen, dass sich ein respektabler Vermittler, die Geschäftsführung und die Pfleger an einen Tisch setzen, um dieses Problem endlich dauerhaft zu lösen. Was daraus geworden ist, werden Sie demnächst auf dieser Seite erfahren.