15.05.2018 in Gesundheit

Hilfe vom Land gegen den Pflegenotstand

 

"Thüringens SPD-Landtagsfraktion ist offen für eine staatliche Förderung von Hilfskräften, die sich zu Pflegefachleuten weiterbilden wollen."

So schlagzeilt RTL.de nach der Sprecherkonferenz Gesundheit Anfang Mai in Weimar. Warum? "Bisher müssten sie im Freistaat bei einer Weiterbildung Gehaltseinbußen von etwa 10.000 Euro hinnehmen, sagte SPD-Gesundheitsexperte Thomas Hartung," und wie man das ändern könnte, steht hier im Artikel:

https://www.rtl.de/cms/spd-erwaegt-staatliche-foerderung-fuer-pflege-weiterbildung-4160322.html

(Quelle: www.rtl.de)

09.05.2018 in Gesundheit

Das Wetter ist heute besonders prachtvoll -- dennoch: Stubenarrest!

 

SPD-Sprecher-Konferenz Gesundheit tagt in Weimar

von Dr. Thomas Hartung

Über 30 Gesundheitspolitiker aus der ganzen Bundesrepublik haben sich heute für eine zweitägige Konferenz in Weimar getroffen, in einem schlichten Hotel direkt am Ilm-Park. Die Versuchung, vor den Türen des Tagungsortes den Frühling zu genießen, ist groß, aber nicht zu groß, wenn man bedenkt, was wir alles vorhaben. Gleich nach Konferenzbeginn hat sich eine ausführliche Diskussion über eines der wohl größten Problemfelder des Landes entsponnen zu Themen wie Krankenhauspolitik, Ärztemangel im ländliche Raum und dem personellen Notstand in der Pflege. Da ist für die SPD sehr viel zu tun in den nächsten Jahren und darauf bereiten wir uns vor, sozialdemokratische Gesundheitspolitiker aus dem Bundestag und den Landtagen.

Wir wissen, dass wir, ungeachtet der großen Selbstzufriedenheit bei Teilen der Bundesregierung, da sehr viel zu tun, zu erneuern und zu verbessern haben. Kruzifix- und Flüchtlingsdebatten erfreuen sich großer Beliebtheit beim Koalitionspartner im Bund. Sie helfen aber niemanden weiter, wenn der Mensch eine gute Behandlung, ein gutes Krankenhaus und gute Pflege braucht, egal, wie dick oder dünn die Brieftasche ist. Also bereiten wir im doch eher trüben Konferenzraum, bei bestem Wetter vor der Tür, unseren Weg zu einer besseren und sozialen Gesundheitspolitik vor.

08.05.2018 in Gesundheit

Wo wir Lösungen finden müssen -- und können

 
Fotolia / mickyso

Noch nie fehlten so viele Pfleger in Thüringen wie heute

von Dr. Thomas Hartung

Das ist nur eines der Themen, die uns auf der SPD-Gesundheitskonferenz in Weimar beschäftigt haben: Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Bundesregierung im Freistaat Thüringen 730 Stellen in der Alten- und Krankenpflege nicht besetzt. Demnach kommen auf 100 freie Stellen im Bundesliga nur 14 Fachkräfte. Besonders prekär ist die Situation in der Altenpflege -- kein Wunder, so lange Altenpfleger 700 bis 1.000 Euro im Monat weniger verdienen als die Kollegen im Krankenhaus. Was man dagegen tun könnte, habe ich im interview mit dem MDR erklärt. 

(Abbildung Fotolia/Mickyso)

https://www.mdr.de/thueringen/pflege-personalmangel-100.html

26.04.2018 in Gesundheit

Gesetzliche Krankenkasse besser für alle

 

Thüringer Politik diskutiert über das Krankenkassen-System

Der Wechsel von einer privaten zur gesetzlichen Krankenkasse muss erleichtert werden, fordert Robert Büssow von der Barmer Ersatzkasse in Thüringen. Der Landtagsabgeordnete und praktizierende Arzt Dr. Thomas Hartung gibt Büssow Recht: " „Die gesetzliche Krankenversicherung ist einem privatem System überlegen und zu bevorzugen", erklärte der Gesundheitspolitiker der Thüringer Allgemeinen.

https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Kassen-und-Politik-streiten-ueber-Wechsel-der-Krankenversicherung-1854672972

26.03.2018 in Kultur

Die klassische Buchstadt und ihre Zukunft

 
Besuch bei der Verlagsgründerin auf der Thüringer Buchmesse im vorigen Herbst in Erfurt

In Weimar wird wieder verlegt 

 

von Dr. Thomas Hartung

 

In Weimar haben Verlage und Verleger eine lange und großartige Tradition, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus historischen Gründen abgerissen ist. Inzwischen haben sich Weimarer aufgemacht, diese Tradition wiederzubeleben. Die jüngste Neugründung ist der Eckhaus-Verlag von Jana Rogge. Hier erscheinen seit 2014 „Geschichten, die Geschichte erzählen“, die oft, aber nicht immer, einen Bezug zur Region haben.

 

Bereits einige Zeit zuvor hatte sich in Weimar der Jugendbuchverlag Knabe neugegründet – das war der letzte angestammte Verlag der Klassiker-Stadt, der in den 80ern nicht mehr erwünscht war und dichtmachen musste. Seit zehn Jahren erscheinen die berühmten alten Titel des Verlags wieder, aber auch Neues wird hier verlegt, gleichzeitig erweitern die Neugründer Juliane Bleis und Steffen Knabe Schritt für Schritt das Verlagsangebot. Neuester Titel: Der grüne Wanderer von Liliana Bardijewska mit wundervollen Illustrationen von Emilia Dziubak.

 

Die Geschichte des Knabe Verlags Weimar wird derzeit in einer Ausstellung in der Pavillonpresse in der Scherfgasse gezeigt, womit sich der Kreis der Weimarer Verlegergeschichte an historischem Ort schließt. Bei dieser Schau habe ich außergewöhnliche Geschichten erfahren, von denen ich noch nie gehört hatte. Zum Beispiel über frisch gedruckte Auflagen, die versteckt worden sind, bevor die Stadt im Sommer 1945 von den Amerikanern an die Sowjets übergeben wurde -- aber seht selbst. Geöffnet Montag bis Freitag zwischen 13 und 17 Uhr.