06.02.2019 in Kultur

Junge Expressionisten werden seit Freitag im Thüringer Landtag gezeigt

 

Im Flur der SPD im Thüringer Landtag haben wir zum Wochenende eine Ausstellung von Schülerinnen und Schülern der Sehschwachen-Schule in Weimar eröffnet. Die jungen Künstler der Klassenstufen 7 bis 10 haben in beeindruckenden Bildern ein überhaupt nicht gefälliges, sehr konkretesThema bearbeitet: Angst.

Alle Arbeiten gehen vom selben Motiv aus, von Edvard Munchs "Der Schrei", jedoch behandelt jedes Bild ein anderes Beispiel. Die Ausstellung ist noch bis Ende März zu sehen.

06.02.2019 in Kultur

Leserbrief an die Thüringer Allgemeine

 

Sehr geehrter Herr Baar.

Sie wissen, Weimarer Sozialdemokraten schreiben neuerdings Briefe. Vielleicht hilft`s ja.

Wir möchten uns bedanken für Ihre ausführliche Berichterstattung über das SPD-Schreiben an den Oberbürgermeister. Wir schätzen Ihr Bemühen, die Kalamitäten zu beschreiben, die entstanden sind durch einen unzulässigen CDU-Antrag, der einen Monster-Stadtbezirk im Norden der Stadt schaffen würde anstatt mehrerer, überschaubare Bezirke.

In diesem lobenswerten Unterfangen möchten wir Sie gerne dadurch unterstützen, dass wir Sie darauf hinweisen, dass wir Oberbürgermeister Peter Kleine in unserem Schreiben von Mittwoch keineswegs ein Ultimatum gestellt haben. Das haben Sie am Freitag in der Thüringer Allgemeinen geschrieben. Wir haben ihm eine FRIST von 14 Tagen gesetzt. Ein Ultimatum, das wissen Sie bestimmt, ist eine „Aufforderung, eine schwebende Angelegenheit befriedigend zu lösen unter Androhung harter Gegenmaßnahmen, falls der andere nicht Folge leistet.“ (Wikipedia)

Sie werden Verständnis haben, dass die Weimarer SPD in ihrem Brief an den OB auf die Androhung von „harten Gegenmaßnahmen“ unbedingt verzichten wollte.

26.03.2018 in Kultur

Die klassische Buchstadt und ihre Zukunft

 
Besuch bei der Verlagsgründerin auf der Thüringer Buchmesse im vorigen Herbst in Erfurt

In Weimar wird wieder verlegt 

 

von Dr. Thomas Hartung

 

In Weimar haben Verlage und Verleger eine lange und großartige Tradition, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus historischen Gründen abgerissen ist. Inzwischen haben sich Weimarer aufgemacht, diese Tradition wiederzubeleben. Die jüngste Neugründung ist der Eckhaus-Verlag von Jana Rogge. Hier erscheinen seit 2014 „Geschichten, die Geschichte erzählen“, die oft, aber nicht immer, einen Bezug zur Region haben.

 

Bereits einige Zeit zuvor hatte sich in Weimar der Jugendbuchverlag Knabe neugegründet – das war der letzte angestammte Verlag der Klassiker-Stadt, der in den 80ern nicht mehr erwünscht war und dichtmachen musste. Seit zehn Jahren erscheinen die berühmten alten Titel des Verlags wieder, aber auch Neues wird hier verlegt, gleichzeitig erweitern die Neugründer Juliane Bleis und Steffen Knabe Schritt für Schritt das Verlagsangebot. Neuester Titel: Der grüne Wanderer von Liliana Bardijewska mit wundervollen Illustrationen von Emilia Dziubak.

 

Die Geschichte des Knabe Verlags Weimar wird derzeit in einer Ausstellung in der Pavillonpresse in der Scherfgasse gezeigt, womit sich der Kreis der Weimarer Verlegergeschichte an historischem Ort schließt. Bei dieser Schau habe ich außergewöhnliche Geschichten erfahren, von denen ich noch nie gehört hatte. Zum Beispiel über frisch gedruckte Auflagen, die versteckt worden sind, bevor die Stadt im Sommer 1945 von den Amerikanern an die Sowjets übergeben wurde -- aber seht selbst. Geöffnet Montag bis Freitag zwischen 13 und 17 Uhr.