Eine wirklich gute Sache: Ein Besuch bei den "Helping Angels" in Gotha

Veröffentlicht am 22.03.2019 in Gesundheit

Am Montag war ich zusammen mit meinen Fraktionskollegen Matthias Hey und Werner Pidde eingeladen, das neue Büro der "Helping Angels" in Gotha zu besuchen. Ich kenne wirklich viele Heime in Thüringen und ich wäre froh, wenn sie alle so gut geführt wären wie die kommunalen Gothaer in der Pestalozzi straße.

Einben ausführlichen Beitrag über das Projekt hat die Thüringische Landeszeitung veröffentlicht, den Artikel finden Sie hier:

Letzte Wünsche Sterbender sollen wahr werden

 

Verein „Helping Angels“ bezieht Büro am Heutalsweg 4. Landtagsabgeordneter unterstützt

 

Von Peter Riecke

 

Eine Frau aus Erfurt litt an Darmkrebs im Endstadium. Trotz Chemotherapie hatte sich ein zweiter

Tumor gebildet. Ihr Wunsch war, noch einmal per Heißluft-Ballon die Heimat aus der Höhe zu sehen. Doch da die Ballonfahrt gesundheitlich kaum zu bewältigen schien, schlugen die „Helping Angels“ einen Rundflug mit einem Kleinflugzeug vor. Er führte über den Kyffhäuser, den Erfurter Dom, die Wartbug und die Fahnerschen Höhen, die Route, die sie immer machen wollte.

Daran erinnert sich Christian Korff, der Vereinsvorsitzende der „Helping Angels“ (englisch für „helfende Engel“), als er am Montag im Azurit-Pflegeheim im Gothaer Heutalsweg 4 das neue Büro des als gemeinnützig anerkannten Vereins eröffnet. Die Frau sei eine Woche später verstorben, aber während der Tour vielleicht noch einmal sehr glücklich gewesen.

 

Als Gäste im neuen Büro begrüßt Korff die Landtagsabgeordneten Matthias Hey, Werner Pidde und Thomas Hartung aus Weimar (alle SPD). Hey ist schon seit einem Jahr Pate des Vereins, am Montag übergibt er seinen Mitgliedsantrag, der dankbar angenommen wird.

Ein Krankentransportwagen steht den „helfenden Engeln“ zur Verfügung. Im Bild ist Vereinsvorsitzender Christian Korff. Die Regionalstiftung der Kreissparkasse ermöglichte im Sommer 2018 mit einer großzügigen Spende die Anschaffung. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 80 Euro im Jahr, für Mitglieder, die bei der Organisation der Erfüllung der letzten Wünsche aktiv mit zupacken, sind es 60 Euro. Die Mitgliedsbeiträge und vor allem Spenden sind die einzigen Geldquellen für die Tätigkeit des Vereins. Auch Unternehmen seien eingeladen, sich über ein

Sponsoring oder eine Spende zu beteiligten, wird in einem Informations-Faltblatt aufgerufen. Das oberste Ziel sei, die Reise mit dem Verein solle für alle Fahrgäste kostenfrei sein und bleiben, heißt es dort weiter.

 

Hey, Pidde und Hartung hatten zuvor die städtischen Heime in der Gothaer Pestalozzistraße besucht. Hartung ist trotz seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter (Er rückte für Uwe Höhn, der Staatssekretär wurde, 2017 nach.) weiter als Notarzt tätig. Er kenne in und um Weimar gut 20 Heime und wäre froh, wenn sie alle so gut geführt wären wie die kommunalen Gothaer in der Pestalozzi straße, fasst er seinen Eindruck zusammen. Der Vereinsvorsitzende Christian Korff selbst ist als Rettungssanitäter tätig, hat sich außerdem zum Notfall-

Seelsorger und Sterbebegleiter ausbilden lassen. Im Azurit-Pflegeheim am Heutalsweg ist das Büro des „Helping Angels Gotha e.V.“ gut aufgehoben. Hausleitung Yvonne Pett ist Korffs Stellvertreterin im Verein.

 

Quelle: Thüringische Landeszeitung, 20. März 2019