Diese politische Heimat werde ich nicht aufgeben -- ich werde für sie kämpfen!

Veröffentlicht am 06.02.2019 in Allgemein

Am Wochenende hat in Arnstadt der Landesparteitag der SPD stattgefunden, auf dem die Landespartei eine grundlegende Neuausrichtung beschlossen hat. Das Wichtigste vorweg: MIT BLICK AUF HARTZ IV STEHEN WIR ZU UNSEREN FEHLERN UND WOLLEN EINE REFORM DER REFORM! Desweiteren wurden folgende Ziele beschlossen:-- Eine ERHÖHUNG DES MINDESTLOHNS auf 12 Euro ab dem 1. Januar 2021.
-- Wir werden im ländlichen Raum KEINE SCHULEN SCHLIESSEN; stattdessen sollen kleine Schulstandorte durch Kooperationsmodelle erhalten werden.
-- Die Ausbildungskosten in der Altenpflege soll der Bund schon ab dem 1. Januar 2019 übernehmen, DAS LOHNNIVEAU soll durch eine allgemeinverbindliche gesetzliche Regelung ERHÖHT werden.
-- Wir fordern die Einführung einer ARMUTSFESTEN MINDESTRENTE von 1500 Euro ein und wollen einen Härtefallfonds einrichten.

 

Diese Agenda ist keine zweite Agenda 2010, sie stellt vielmehr den tatsächlichen Beginn einer Erneuerung der SPD dar. Diese werde ich nun nach Kräften befördern können, weil mich der Landesparteitag am Sonnabend in den neuen Landesvorstand der Partei gewählt hat. Warum habe ich dafür kandidiert?

Ich möchte in einer Situation im Landesvorstand mitarbeiten, in der sich die Partei in einer existenziellen Krise befindet. Wir dringen nicht mehr zu den Menschen durch und dabei geht es nicht darum, dass wir die richtigen Themen nicht finden würden, sondern: Man traut uns einfach nicht mehr zu, das Rückgrat und die Stärke aufzubringen, diese Themen im Sinne der Menschen auch zu einer Lösung zu bringen. Ich bin für meinen Dickkopf bekannt und ich glaube, dass wir alle mit großer Sturheit an`s Werk gehen müssen. Nicht für uns, sondern für die Menschen!

Der zweite Grund hat nur mittelbar mit der SPD zu tun. In der vergangenen Woche hat der „Führer“ der AfD im Landtag ungeniert Anleihen bei „Mein Kampf“ genommen! Es sitzen Nazis in unseren Parlamenten und wir haben die historische Verpflichtung als Sozialdemokraten, gegen diese Nazis zu kämpfen. Ich möchte auf jeder Ebene – dazu gehört eben auch der Landesvorstand der SPD – in der ersten Reihe dieses Kampfes stehen.

Der dritte Grund ist ein persönlicher. Ich habe vor acht, neun Jahren meine politische Heimat verloren. In einer Zeit, in der es mir schwer fiel, mich politisch zu verorten, hat mir die SPD eine Heimat geboten und mich seit dem immer und überall mit offenen Armen empfangen. Diese Heimat werde ich jetzt nicht aufgeben. Ich werde für sie kämpfen!

(Foto: SPD Thüringen)