Den besseren Tarifg für die Busfahrer kriegen wir durch!

Veröffentlicht am 06.02.2019 in Soziales

Entscheidungen im Stadtrat: Bürgermeister gewählt, bessere Bezahlung für Busfahrer auf den Weg gebracht und klares Votum für die Glasfassade am Bauhausmuseum

Weimars bisheriger Polizeichef Ralf Kirsten ist auf der Stadtratssitzung am Mittwoch zum neuen Sozialdezernenten und Bürgermeister gewählt worden. Der 56jährige hat sich mit einer Stimme Mehrheit gegen den gemeinsamen Kandidaten von SPD und LINKE durchgesetzt. Auch wenn die SPD mit ihrem Kandidaten Matthias Bettenhäuser die erforderliche Mehrheit knapp verfehlte, freuen sich ihre Stadträte auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Sozialdezernenten: Bei seinem Besuch in der SPD-Fraktion eine Woche vor der Wahl hatte Kirsten vor allem mit seiner Haltung zu sozialen Themen einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Er hatte dabei Leistungen der Stadt, die der SPD besonders wichtig sind, wie etwa das Sozialticket, gut geheißen und auch die jüngste SPD-Initiative für eine bessere Bezahlung der Busfahrer als richtig und wichtig begrüßt. „Wir werden ihn daran messen,“ kündigt Fraktionschef Thoralf Canis an.

 

Der SPD-Antrag für den Wechsel der Weimarer Busfahrer in den öffentlichen Tarif ist auf derselben Stadtratssitzung endlich durchgegangen. Der Oberbürgermeister übernahm, nach langer Debatte im Rat und in den Ausschüssen, die Forderung der SPD und kündigte ihre Umsetzung an. Das bedeutet für die Zukunft eine bessere Bezahlung der Kolleginnen und Kollegen und ist ein Signal der Bürgerschaft, dass deren Arbeit Wertschätzung verdient – und dass sie eine bessere Behandlung als bisher mehr als verdient haben.

Außerdem wurde auf der Sitzung ein klares Signal der Stadt an die Klassik Stiftung gesendet: Auf Initiative der SPD forderte der Stadtrat die Stiftung als Bauherr des Neuen Bauhausmuseums auf, den Neubau wie ursprünglich beschlossen mit einer Glasfassade zu errichten. Diese Forderung soll Oberbürgermeister Peter Kleine auf der Stiftungsratssitzung im November überbringen.

Schließlich wird die Verwaltung auf Wunsch der SPD-Fraktion prüfen, ob nördlich der Rosenthal-Straße eine neue Grundschule mitgedacht werden muss, da dort neue Wohneinheiten für mehr als Tausend Menschen entstehen werden. Die nördliche Innenstadt ist attraktiv für junge Familien und die SPD will sicherstellen, dass auch bei deren Kindern gilt: kurze Beine, kurze Wege!

(Foto: Stadt Weimar)